Das Gymnasium Hohenschwangau hat zum Tag der offenen Türe eingeladen
Schülerinnen und Schüler, die ab September 2026 die 5. Jahrgangsstufe an unserer Schule besuchen möchten, finden alle Informationen rund um die Anmeldung sowie Online-Voranmeldung durch Klicken auf folgenden Link:
Einschreibung für die 5. Klassen
Unser Tag der offenen Türe fand am 11.3.2026 für alle interessierten Viertklässler der Grundschulen statt. Dabei konnten die Eltern mit ihren Kindern die ganze Schule besichtigen und mit den Lehrkräften sowie der Schulleitung in Kontakt treten.
Ein tolles, abwechslungsreiches Programm mit Sport- und Musikeinlagen, Experimenten in Physik und Chemie, Basteln mit unseren Kunstlehrerinnen und vieles mehr, erwartete sowohl die Kinder wie ihre Eltern, damit sie sich gemeinsam ein Bild von Hogau machen konnten. Auch ein Cafe zum gemütlichen Beisammensitzen und gegenseitigem Austausch war eingerichtet.
Bis 19:00 Uhr standen Lehrkräfte und Schulleitung für persönliche Gespräche und Führungen durch das Schulhaus zur Verfügung, unterstützt von zahlreichen Schülern unserer Schule.
Gerne können Sie sich unseren Imagefilm hier anschauen:

Aufnahmetest in das PZW-Projekt
Achtung : Terminänderung
für Schüler der kommenden 5. Klasseam 17.04.2026 um 14:00 Uhr
in der Turnhalle des Gymnasiums Hohenschwangau
weitere Informationen
Angebot eines Beratungs-Telefons
Wenn SIe Informationen zum Angebot unserer Schule wünschen oder Fragen zur Einschreibung Ihres Kindes haben, stehen wir Ihnen gerne in der Zeit von 9 bis 12 Uhr (montags bis freitags) unter der Telefonnummer 08362 / 93005-0 für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.
Erasmus-Kurs in Dublin
Vom 13. bis 18. April nahm ich in Dublin an der Weiterbildung „English for Administration and Non-Teaching Staff“ der Europass Teacher Academy teil. Gemeinsam mit 16 Lehrkräften und Erziehern aus verschiedenen europäischen Ländern bot der Kurs eine wertvolle Möglichkeit, sprachliche und interkulturelle Kompetenzen zu erweitern.
Ein zentrales Ziel war das Kennenlernen unterschiedlicher europäischer Schulsysteme. Der intensive Austausch über Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Herausforderungen im Schulalltag eröffnete neue Perspektiven auf pädagogische und organisatorische Strukturen und förderte das Verständnis für Bildung im europäischen Kontext.
Darüber hinaus stand die Verbesserung der englischen Sprachkompetenz für typische Situationen im Schulalltag im Mittelpunkt. Praxisnahe Übungen zu E-Mails, Telefonaten, organisatorischen Absprachen sowie Gesprächen mit Eltern, Schülern und externen Partnern stärkten Sicherheit und Ausdrucksfähigkeit. Rollenspiele, Gruppenarbeiten und individuelles Feedback unterstützten diesen Lernprozess wirkungsvoll.
Für meine Tätigkeit am Internat Hohenschwangau ist dieser Zugewinn besonders wertvoll. Da wir ein internationales Klientel betreuen, spielt professionelle Kommunikation auf Englisch eine wichtige Rolle. Die erworbenen Kenntnisse lassen sich daher unmittelbar im Berufsalltag anwenden.
Abgerundet wurde die Woche durch das kulturelle Umfeld Dublins und gemeinsame Aktivitäten, die den Austausch innerhalb der internationalen Gruppe förderten. Insgesamt war die Weiterbildung eine bereichernde Erfahrung, die neue Impulse für die berufliche Praxis und eine nachhaltige Erweiterung der Sprachkompetenz brachte. Michael Simon
Erasmus+ am Gymnasium Hohenschwangau
Auch im sechsten Jahr unserer Erasmus+-Akkreditierung konnten zahlreiche Projekte und Fortbildungen erfolgreich umgesetzt werden. Im Mittelpunkt standen die Themen Nachhaltigkeit, Inklusion, Kommunikation und europäische Zusammenarbeit. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Einbindung der Erziehenden des Internats. Fortbildungen zu Entspannungstechniken und gelingender Kommunikation lieferten wertvolle Impulse für die pädagogische Arbeit im Schülerheim (vgl. Artikel Gairhos). Auch Lehrkräfte der Fachschaften Naturwissenschaften und Fremdsprachen nahmen an europäischen Fortbildungen teil. Dabei standen Nachhaltigkeit und ihre Umsetzung im Unterricht im Fokus. Die gewonnenen Ideen und Materialien werden inzwischen in verschiedenen Fächern eingesetzt und fördern das Bewusstsein für ökologische, soziale und wirtschaftliche Verantwortung (vgl. Artikel Kiesewetter). Ein weiterer Höhepunkt war die Teilnahme am Europäischen Schulsportfest in Luxemburg. Unsere Schülerinnen und Schüler knüpften internationale Kontakte, sammelten sportliche Erfahrungen und erlebten den europäischen Gedanken unmittelbar (vgl. Artikel Wortmann). Besonders erfolgreich war zudem die Zusammenarbeit mit unserer isländischen Partnerschule. Im Rahmen eines Erasmus+-Projekts setzten sich 15 Schülerinnen und Schüler mit Fragen der Teilhabe, Vielfalt und Chancengerechtigkeit auseinander und stärkten dabei ihre sozialen und interkulturellen Kompetenzen (vgl. Artikel Werte-AG). Insgesamt konnten knapp 50 Schülerinnen und Schüler sowie 11 Lehrkräfte gefördert werden. Die vielfältigen Aktivitäten zeigen eindrucksvoll, wie Erasmus+ die Schulentwicklung unterstützt und Europa im Schulalltag lebendig werden lässt.
Austausch mit Montebelluna
Nachdem unsere italienischen Austauschpartner uns im November besucht hatten, durften wir vom 3. bis zum 9. Mai eine spannende Woche in Italien verbringen. Der Austausch war für uns alle eine tolle Erfahrung, bei der wir nicht nur das Land und die Kultur besser kennenlernen konnten, sondern auch neue Freundschaften geschlossen haben.
Bei unserer Ankunft am Sonntag wurden wir herzlich von unseren Gastfamilien empfangen und fühlten uns direkt willkommen.
Am Montag, den 4. Mai, startete der Tag in der Schule, wo wir gemeinsam frühstückten und auf den ersten Teil des Austauschs in Deutschland zurückblickten.
Danach ging es für uns nach Treviso. Dort besuchten wir verschiedene Sehenswürdigkeiten und mussten unsere Italienisch- bzw. Deutschkenntnisse unter Beweis stellen, als wir abwechselnd Informationen zu den Sehenswürdigkeiten auf Italienisch beziehungsweise Deutsch vorlasen.
Nachdem die Stadtführung beendet war, hatten wir noch etwas Freizeit, um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Den Nachmittag verbrachten wir mit unseren Gastfamilien und fuhren z.B. an den Strand nach Jesolo.
Am Dienstag ging es nach Venedig. Dort angekommen erkundeten wir die trotz des etwas trüben Wetters wunderschöne Stadt. Von ihren kleinen, verwinkelten Gassen bis hin zum Dogenpalast, dem ehemaligen Machtzentrum der Republik Venedig, gab es viel zu entdecken. Im Palast erhielten wir außerdem eine beeindruckende Führung.
Nach der Führung hatten wir noch Zeit, Venedig selbständig zu erkunden und das vielfältige Angebot an Geschäften zu nutzen. Am Ende unserer Freizeit machten wir einen Spaziergang durch die Stadt, vorbei am Teatro La Fenice, einem der bekanntesten Opernhäuser Venedigs, sowie an den zahlreichen Kanälen.
Am Mittwoch durften wir gemeinsam mit den italienischen Schülerinnen und Schülern den Unterricht besuchen. Es war interessant zu sehen, wie unterschiedlich der Schulalltag in Italien im Vergleich zu Deutschland ist. Nach Schulschluss hatten wir Freizeit und verbrachten den restlichen Tag mit unseren Gastfamilien. Viele nutzten die Zeit, um sich zu treffen, die Umgebung weiter zu erkunden oder gemeinsam etwas zu unternehmen.
Am Donnerstag fuhren wir nach Padua. Dort besuchten wir zunächst den botanischen Garten, welcher als der älteste der Welt gilt. Anschließend erhielten wir eine Führung durch die Universität von Padua, eine der ältesten Universitäten Europas. Besonders beeindruckend war, dass dort mit Elena Lucrezia Cornaro Piscopia die erste Frau der Welt einen Doktortitel erhielt. Zudem erfuhren wir, dass berühmte Wissenschaftler wie Galileo Galilei an dieser Universität gelehrt haben. Insgesamt gab uns der Ausflug nach Padua einen spannenden Einblick in die Geschichte der Bildung in Italien.
Am Freitag besuchten wir morgens das Weingut „Villa Sandi“. Dort erhielten wir eine Führung durch die beeindruckenden Tunnel unter der Villa, in denen der berühmte Prosecco und Wein des Weinguts reifen. Anschließend wurden uns auch einige Räumlichkeiten der Villa gezeigt.
Am Abend trafen wir uns zum gemeinsamen Abschiedsessen im Restaurant „Grappolo d’oro”. Dort konnten wir ein letztes Mal die authentische italienische Küche der Region genießen und den Austausch gemeinsam ausklingen lassen.
Am Samstagmorgen machten wir uns schließlich mit dem Bus auf die Heimreise. Damit endete eine erlebnisreiche Woche mit vielen neuen Eindrücken, schönen Erfahrungen und unvergesslichen Erinnerungen.
Lesung für die 5. Klassen mit Stefanie Ochel
Am 23. Januar 2026 besuchte uns Stefanie Ochel (Berlin) zu einer besonderen Lesung. Die vielfach ausgezeichnete Übersetzerin hat zahlreiche Werke, darunter auch Kinder- und Jugendsachbücher, aus dem Englischen und Niederländischen ins Deutsche übertragen. „Oroppa“ von Safae el Khanoussi ist aktuell für den Internationalen Literaturpreis nominiert.
In einer abwechslungsreichen und kurzweiligen Veranstaltung gab sie Einblicke in ihre Arbeit und zeigte, welche wichtige Rolle Übersetzende dabei spielen, Texte aus aller Welt für Leserinnen und Leser zugänglich zu machen. Dabei wurde deutlich, dass Übersetzen weit mehr bedeutet als das reine Übertragen von Wörtern: Es geht darum, komplexe Inhalte verständlich, spannend und altersgerecht aufzubereiten.
Anhand verschiedener Sachbücher zu Themen wie Klima, Evolution, Natur und Geschichte stellte Stefanie Ochel die Vielfalt moderner Kinder- und Jugendliteratur vor. Zu ihren bekanntesten Übersetzungen zählen die Reihen „321 superschlaue Dinge, die du wissen musst“ von Mathilda Masters sowie „Wie man mit Tigern spricht“ von Jason Bittel.
Besonders passend war die über das Erasmus-Programm geförderte Lesung für die Jahrgangsstufe 5, da das Leseverständnis in diesem Alter eine zentrale Grundlage für den schulischen Erfolg bildet. Wer Texte sicher erschließen kann, profitiert davon nicht nur im Deutschunterricht, sondern auch in Fächern wie Biologie, Geschichte, Geografie oder Natur und Technik. Lesen eröffnet Zugänge zu Wissen, fördert die Sprachkompetenz und unterstützt dabei, Zusammenhänge besser zu verstehen.
Eine rundum gelungene Veranstaltung, die Lust aufs Lesen macht!
#translatoese
AG Werte
Ein Jahr, das der Gemeinschaft gewidmet war
Die Vorarbeit
Im Zentrum der AG-Arbeit des Vorjahres stand die Erarbeitung einer gemeinsamen Werteerklärung des Gymnasiums Hohenschwangau. Eine Werteerklärung schafft eine klare Grundlage für das Zusammenleben, Lernen und Arbeiten in Schulen. Sie wirkt wie ein Kompass für alle Beteiligten: Bei Konflikten oder Unsicherheiten kann man sich auf sie berufen. Vor diesem Hintergrund war die gesamte Schulgemeinschaft eingeladen, über ein Jahr hinweg in Form von Umfragen bei der Formulierung dieser Werteerklärung mitarbeiten. Zu Beginn des Schuljahres 2025/2026 wurde sie zur Abstimmung vorgelegt und angenommen.
Gemeinschaft als Kernanliegen
Mit der Abstimmung wurde zugleich der Blick nach vorn gerichtet: Lehrkräfte und Lernende konnten entscheiden, welcher Wert im laufenden Schuljahr im Mittelpunkt stehen sollte. Gewählt wurde Gemeinschaft – ein Wert, dem in Hogau seit jeher eine besondere Bedeutung zukommt. Durch kreative Projekte machte die AG Gemeinschaft im Schulalltag noch bewusster erlebbar. Dazu gehörten eine Postkarten-Aktion zum Schmieden gemeinsamer Pläne für das neue Jahr, Impulse in der „Stillen Zeit“, ein Malwettbewerb sowie eine Werte-Rallye für Vertretungsstunden. Im Mai förderte zudem ein gemeinsamer Kinoabend mit Popcorn den Zusammenhalt zwischen Internats- und Nicht-Internatsschülern. So wurde die Werte-Erklärung immer wieder mit Leben gefüllt. Ein besonderes Highlight war schließlich die Exkursion nach Island zu unserer Partnerschule, die als Inklusionsschule Gemeinschaft auf besondere Weise lebt. Lara Rohrbach, ein Mitglied der AG, berichtet:
Exkursion zur inklusiven Partnerschule
[…] Als eines der sichersten und lebensqualitativ besten Länder, müsste Island doch bestimmt eine sehr starke Gemeinschaft als Grundlage besitzen. Um das herauszufinden sind wir dieses Jahr mit der Unterstützung von Erasmus in das Land aus Eis und Feuer gereist um mehr über die Geographie, Gesellschaft, Schule und die darin eingebettete "Samfélaq" (isländisch für “Gemeinschaft”) zu erfahren. […] Begrüßt und begleitet von Schneestürmen haben wir [in der Woche vor Ostern] unser internationales Lernprojekt dort umgesetzt, nämlich die Gemeinschaftsstrukturen Islands zu erkunden – und zwar hauptsächlich an unserer Partnerschule, der Fjölbrautaskólinn í Breiðholti.
Eine wichtige Erkenntnis für uns war dabei, dass der gesamte Aufbau des isländischen Schulsystems die Grundlage für eine zwar individuelle und pluralistische Gesellschaft legt, gleichzeitig aber auch wichtige kulturelle Gemeinschaftsstrukturen etabliert. In einem so abgelegenen, kleinen und geographisch besonderen Land ist Zusammenhalt schließlich existenziell. […] Um die Lebensumstände, aber auch Wunder Islands selbst zu erfahren, hatten wir das große Privileg, Geysire, Wasserfälle und thermale Gewässer zu besichtigen. Einen ganzen Tag lang konnten wir auf der „Golden Circle Tour“ das Land und seine Besonderheiten genauer erkunden. Wie genau die thermale Aktivität und der ausgeprägte Vulkanismus zustande kommt, konnten wir im Perlan entdecken, einem riesigen Naturkundemuseum mitten in Reykjavik. […]
Als AG hatten wir vor allem die Chance uns gegenseitig besser kennenzulernen und das Wort “Gemeinschaft” ganz neu zu entdecken. Die Reise nach Island hat uns in unserem Hogauer Kernwert gefestigt und mit neuen Ideen versorgt, welche wir gerne mit der gesamten Schule teilen möchten. Danke für diese Bereicherung!
#hogau_aufdem_weg
Mit Teamgeist zum Aufstieg
Internats-Volleyballer triumphieren in der Relegation
Ein beachtlicher sportlicher Erfolg bereichert das vergangene Schuljahr: Unsere Volleyball-Internatsmannschaft hat den Aufstieg in die C-Klasse der EK-Volleyball Allgäu perfekt gemacht. Das Team stellt sich seit nun mehr drei Jahren einer besonderen Herausforderung und tritt, statt an reinen Schulwettkämpfen, in der Herren D-Klasse gegen gestandene Vereinsmannschaften an.
Die Saison verlangte den Spielern einiges ab. In packenden Duellen gegen Teams aus der Umgebung zeigten sie enormen Teamgeist und sportlichen Ehrgeiz. Aufgrund von Verletzungen und Terminüberschneidungen mussten immer wieder Stammspieler ersetzt und neue Spieler kurzfristig in das Spielsystem integriert werden. Der Zusammenhalt ging dabei soweit, dass schon mal ein Eishockeytraining sausen gelassen wurde oder ein ehemaliger Internatler extra angereist ist, damit die Volleyballmannschaft mit genügend Spielern zu einem Auswärtsspiel fahren konnte. Manch einer hat bei so einem Spontaneinsatz vielleicht sogar seine neue Lieblingssportart entdeckt und bleibt der Mannschaft hoffentlich auch weiterhin erhalten. („Geheimwaffen bleiben geheim“ ;-) Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle auch an Emil, der das Team höllisch zusammengehalten und zu jedem Einsatz eine Truppe mobilisiert hat.
Nach Abschluss der regulären Spielrunde spiegelte sich dieser Einsatz auch in der offiziellen Abschlusstabelle wider: Unser Internatsteam sicherte sich einen hervorragenden dritten Tabellenplatz. Dies bedeutete die Qualifikation für das entscheidende Relegationsspiel gegen den TSV Sonthofen, das verdient mit 3:1 Sätzen gewonnen wurde. Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team zum Aufstieg und zu dieser großartigen Leistung!
Schulsanis
Ausbildung und Besuch beim 15. Praxistag Schulsanitätsdienst
Auch in diesem Jahr waren unsere Schulsanis fleißig bei der Betreuung von Schülerinnen und Schülern, die sich unwohl fühlten oder sich verletzt hatten. Im Oktober fand wie jedes Jahr unser Workshop mit Übernachten in der Blockhütte der Langau bei Steingaden statt, wo es neben Auffrischung und Training der wichtigsten Inhalte und Fertigkeiten auch wieder neue Infos gab. Am 7 März fuhren dann Hr. v. Polenz einen Teil unserer Gruppe mit dem Bus der Fördervereins nach Rosenheim, wo an der Fachhochschule der 15. Praxistag Schulsanitätsdienst der bayerischen Hilfsorganisationen stattfand. Dort kamen über 700 Teilnehmende zusammen, die nach einem Vortrag der Dr.-von-Haunerschen Kinderklinik zum Thema Gehirnerschütterung aus einem Angebot von über 71 workshops auswählen konnten: Sportunfällen, Outdoor-Erste-Hilfe, Drogennotfällen, Reanimationstraining, Hyperventilation und Knochenbrüche sind nur ein kleiner Teil der angebotenen Themen… Umrahmt wurde das Programm von einem Angebot der fünf Hilfsorganisationen, Feuerwehr, DLRG und THW, ihre Geräte und Einsatzfahrzeuge zu besichtigen, eine Vorführung einer Hundestaffel zu verfolgen, die Arbeit der Motorradstaffel und einer Drohneneinheit kennenzulernen und Fragen an Mitglieder der Psychosozialen Notfallversorgung zu stellen. Ein spannender Tag insgesamt, wobei unsere Schulsanis etwas enttäuscht waren, da das Niveau der workshops in manchen Fällen unter ihrem Wissens- und Könnensstand lag. Nun freuen wir uns darauf, dass zwei neue Schulsanitäterinnen die Ausbildung im Juni abschließen und dann das Team verstärken werden. Weitere Interessenten ab der 9. Klasse sind herzlich willkommen!
Kings bis heute unerfüllter Traum
Am 04. März 2026 besuchten die Klassen 10abcd sowie 11b die Inszenierung von The Life and Death of Martin Luther King der American Drama Group Europe im Schlossbrauhaus Schwangau.
Geschickt gelingt es der American Drama Group Europe sowohl geschichtlich zentrale Punkte der Bürgerrechtsbewegung (Rosa Parks Bus-Boykott oder die Märsche von Selma nach Montgomery) dokumentarisch auf die Bühne zu bringen und sie gleichzeitig mit den wichtigsten Etappen im Leben von Martin Luther King zu verknüpfen. Dabei wird schnell deutlich, dass Martin Luther King sicherlich kein Heiliger war, sondern ein Mann, der sowohl politisch mit seinen Widersachern als auch privat Konflikte auszufechten hatte. Dennoch konnte ihn nichts von seiner Überzeugung, dem gewaltfreien Kampf für Gleichberechtigung zwischen Schwarz und Weiß, abbringen. Für dieses Ideal ließ er schließlich sogar sein Leben, als er auf dem Balkon seines Hotels in Memphis erschossen wurde.
Mit ihrem charakteristisch minimalistischen Bühnenbild, der Besetzung mit nur fünf Schauspielern, einem geschickten Spiel mit schwarzen und weißen Masken und einer kraftvollen musikalischen Umrahmung, die maßgeblich durch die souligen Stimmen der Schauspieler geprägt ist, erschafft das Ensemble ein eindrückliches Theatererlebnis. Vor allem aber versetzt es das Publikum in die Zeit der Bürgerrechtsbewegung zurück und der Zuschauer muss unweigerlich erkennen, dass auch heute, fast 60 Jahre nach Kings Tod, sein Traum von einer friedlichen Koexistenz verschiedenster gesellschaftlicher Gruppen noch nicht Wirklichkeit geworden ist.
Demokratie, Toleranz und Menschenrechte
Aktionstage im Rahmen von Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
Wieder konnten wir Schülerinnen und Schülern der 9.-12. Jahrgangsstufe eine Vielzahl von Veranstaltungen anbieten. Mitglieder der 10. Klassen besuchten Anfang März im Englischunterricht eine Vorstellung des TNT Theatre Britain, in der eindrucksvoll das Leben und Wirken Martin Luther Kings im Kampf gegen den Rassismus in den amerikanischen Südstaaten der 1960er Jahre dargestellt wurde. Ende März führte die Lechtaler Gruppe von Amnesty International mit den 10. Klassen Workshops über Menschenrechte und den weltweiten Einsatz für Menschenrechte durch. Die 11. Klassen erhielten in Lesungen von Herrn Dr. Fischer und Fr. Dipl.-Psych. Bott Eindrücke von der Aufarbeitung familiärer Verflechtungen im Dritten Reich und der Nachkriegszeit, ergänzt durch eine psychologischen Einordnung. Für die 12. Klassen hatten wir Dr. Corinna Hauswedell eingeladen, die durch ihren Einblick in die Friedens- und Konfliktforschung wichtige Denkanstöße gab. International war die Werte-AG unserer Schule unterwegs, die, gefördert durch das EU Programm ERASMUS, Ende März eine Fahrt nach Irland durchführen konnte, wo sie das Thema „Making Inclusion Work“ erforschten. Ende April durfte ausgehend vom Geschichtsunterricht die 9C in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk an einem webtalk teilnehmen. Dabei führten die per TEAMS und Beamer ins Klassenzimmer geholten Experten des BR und des NS-Dokumentationszentrums München mit den Schülerinnen und Schülern einen workshop zum Thema „NS-Propaganda und Desinformation“ durch. So konnten wir insgesamt unseren Schülerinnen und Schülern einen bunten Strauß an Einblicken und Impulsen mitgeben, von denen sicherlich der ein oder andere Gedanke hängen geblieben ist.
Sustainability auf den Azoren
Erasmus Fortbildung von Kathrin und Christian Kiesewetter
„Sustainability“ erleben und erlernen auf einer faszinierenden Vulkaninsel mitten im Atlantik
Im Rahmen einer Erasmus+-Fortbildung zum Thema Nachhaltigkeit und Outdoor Education reisten Kathrin und Christian Kiesewetter vom 06.04. bis 11.04.2026 auf die Azoreninsel São Miguel. Veranstaltungsort war die Inselhauptstadt Ponta Delgada. Im Mittelpunkt der Fortbildung stand die Frage, wie nachhaltige Bildung und Lernen in der Natur stärker in den schulischen Alltag integriert werden können.
Nach einem theoretischen Input am ersten Tag wurden in den folgenden Tagen verschiedene Natur- und Kulturräume der Azoren erkundet, darunter Serra da Tronqueira, das Centro do Priolo, der Parque da Ribeira dos Caldeirões, die Caldera von Furnas sowie Sete Cidades.
Besondere Eindrücke hinterließen die geführten Touren mit Biologen, Aktivitäten zur Naturbeobachtung sowie eine Wal- und Delfinbeobachtungstour, bei der Themen wie Artenschutz und nachhaltiger Tourismus im Mittelpunkt standen. Zudem wurden verschiedene Outdoor-Lernmethoden erprobt, die Schülerinnen und Schüler motivieren sollen, Natur aktiv wahrzunehmen und eigenständig zu entdecken.
Trotz einiger Kritikpunkte – etwa des fehlenden internationalen Austauschs und des Wunschs nach mehr wissenschaftlicher Tiefe – bot die Fortbildung zahlreiche wertvolle Impulse für nachhaltige Bildung und Outdoor-Unterricht. Besonders bereichernd waren der intensive Austausch innerhalb der Gruppe sowie die engagierte Leitung der Fortbildung. Die Azoren präsentierten sich dabei als außergewöhnliche Inselgruppe, auf der Nachhaltigkeit in vielen Bereichen sichtbar gelebt wird.
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