
Im Fach Geographie beschäftigen sich die Schüler mit räumlichen Strukturen und Prozessen auf der Erde. Ziel ist es, die Erde als Lebensgrundlage des Menschen in ihrer Einzigartigkeit, Vielfalt und Verletzlichkeit zu begreifen und verantwortungsbewusst mit ihr umzugehen. An globalen, regionalen und lokalen Raumbeispielen zeigt das Fach Geographie sowohl die gestaltende Wirkung der Naturkräfte als auch die raumprägenden Einflüsse des Menschen. Die Schüler lernen somit, natur- und gesellschaftswissenschaftliche Erkenntnisse, Sichtweisen und Methoden zu verbinden. Mit den Inhalten der Physischen Geographie, der Kulturgeographie und der Regionalen Geographie werden auch Kenntnisse aus anderen Geowissenschaften, wie zum Beispiel der Geologie, Meteorologie, Ozeanographie oder der Stadtplanung vermittelt.
Durch die Arbeit mit topographischen, physischen und thematischen Karten wird das räumliche Vorstellungsvermögen verbessert. Dies ermöglicht es den Schülern, viele im Alltag vermittelte Informationen geographisch zuzuordnen. Dabei werden neben dem Orientierungswissen auch geographische Ordnungsraster aufgezeigt. So wird einerseits die Raumwahrnehmung geschult, andererseits die Fähigkeit entwickelt, räumliche Einzelphänomene in einen globalen Zusammenhang zu stellen.
Durch Einblicke in naturgeographische Gesetzmäßigkeiten, aber auch in die Vielfalt und Schönheit der Erde sowie in die mögliche Gefährdung von Geoökosystemen durch menschliche Eingriffe entwickeln die Schüler Einsicht in die Notwendigkeit eines vorausschauenden Umgangs mit der Umwelt und den natürlichen Ressourcen. Sie wägen dabei ökonomische und ökologische Aspekte ab.
Auf den Spuren der Erdgeschichte
Exkursion des Leistungsfachs Geographie zur Kontinentalen Tiefbohrung (KTB)
Vom 05. bis 07. Juli 2026 begab sich das Leistungsfach Geographie auf Exkursion zum GEO-Zentrum an der Kontinentalen Tiefbohrung (KTB) in Windischeschenbach. Ziel der dreitägigen Fahrt war es, die im Unterricht behandelten Themen Tektonik und Vulkanismus dort zu erleben, wo sie besonders anschaulich nachvollzogen werden können: mitten in einer geologisch außergewöhnlichen Region der Oberpfalz.
Der erste Exkursionstag begann mit einem abwechslungsreichen Lernmodul zum Thema Vulkanismus. Gemeinsam mit einer Gruppe angehender Lehrkräfte bearbeiteten die Schülerinnen und Schüler verschiedene praxisnahe Aufgaben und Experimente. Dabei vertieften sie ihre Kenntnisse zur Plattentektonik und zu vulkanischen Prozessen. Auch die chemische Analyse vulkanischer Gesteine stand auf dem Programm. Anhand anschaulicher Modelle, verschiedener Gesteinsproben und praktische Untersuchungen konnten die theoretischen Inhalte des Unterrichts überprüft und vertieft werden.
Nach der Mittagspause führte der Weg in die Ausstellung „System Erde“. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in den inneren Aufbau der Erde, geodynamische Prozesse sowie die Geschichte des weltweit bedeutenden Forschungsprojekts der Kontinentalen Tiefbohrung. Ein besonderes Highlight war der Erdbebensimulator, der die Auswirkungen unterschiedlich starker Erdbeben eindrucksvoll erlebbar machte. Den Abschluss des Tages bildete die Besichtigung des höchsten Landbohrturms Deutschlands – ein beeindruckendes Wahrzeichen der KTB und Symbol für eines der größten geowissenschaftlichen Forschungsprojekte Europas und der Welt.
Am zweiten Exkursionstag stand schließlich die Geologie der Region selbst im Mittelpunkt. Unter der Leitung des Diplom-Geologen und Umweltpädagogen Dr. Frank Holzförster erkundete die Gruppe während einer Geländeführung verschiedene Landschaftsformen und deren Entstehung. Ein weiterer Schwerpunkt war die Besichtigung der markanten Basaltformationen am Parkstein, einem der bekanntesten Vulkanberge Bayerns. Der Basaltkegel entstand vor rund 24 Millionen Jahren durch vulkanische Aktivität und zählt heute zu den bedeutendsten Geotopen Bayerns. An den gut erhaltenen Basaltsäulen ließ sich anschaulich nachvollziehen, wie diese entstanden und welche Spuren geologische Prozesse in der Landschaft hinterließen.
Durch die Verbindung von wissenschaftlicher Theorie, interaktiven Lernangeboten und geologischer Feldarbeit konnten während der gesamten Exkursion komplexe Prozesse der Erdgeschichte anschaulich vermittelt und nachhaltig vertieft werden. Damit wurde die Fahrt zu einer wertvollen Bereicherung des Geographieunterrichts und zeigte einmal mehr, dass sich geographische Fragestellungen unmittelbar vor Ort am besten erforschen lassen.
Geographische Exkursion in Füssen
Spuren von Eiszeit und Industrialisierung im Heimatraum
Im Rahmen einer geographischen Exkursion machten sich drei Geographiekurse aus der Q12 und Q13 auf den Weg nach Füssen, um die Spuren der Eiszeit sowie die historische Entwicklung der Stadt vor Ort zu erkunden. Bereits zu Beginn wurde deutlich, dass sich viele Inhalte aus dem Unterricht außerhalb des Klassenzimmers nicht nur besser nachvollziehen, sondern auch deutlich anschaulicher erleben lassen. Die Kombination aus eigenständigem Beobachten, praktischen Untersuchungen und fachlicher Einordnung vor Ort ermöglichte ein vertieftes und nachhaltigeres Verständnis geographischer Zusammenhänge.
Der erste Teil der Exkursion führte unsere Gruppe zu den ehemaligen Hanfwerken sowie in das Stadtmuseum. In den historischen Gebäuden konnten wir nachvollziehen, wie die Anlage früher genutzt wurde und in welchem Zustand sie sich heute befindet. Besonders eindrucksvoll war dabei der Kontrast zwischen der ursprünglichen industriellen Nutzung und den geplanten Veränderungen. Die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude sollen künftig zu einem Familienhotel umgebaut werden, wobei gleichzeitig versucht wird, die Interessen der derzeitigen Kleinunternehmer zu berücksichtigen. Dadurch wurde deutlich, wie komplex die Verbindung von wirtschaftlicher Entwicklung, Denkmalschutz und sozialer Verantwortung sein kann. Wir konnten direkt vor Ort beobachten, wie sich Tradition und moderne Nutzung miteinander verbinden lassen und welche Herausforderungen damit verbunden sind.
Im Stadtmuseum erhielten wir anschließend vertiefende Einblicke in die Geschichte der Hanfverarbeitung in der Region. Neben einer informativen Führung konnten wir auch einen Film zur damaligen Produktion sehen, der anschaulich zeigte, wie arbeitsintensiv und handwerklich geprägt die Herstellung früher war. Die einzelnen Verarbeitungsschritte wurden nachvollziehbar dargestellt und vermittelten einen guten Eindruck davon, welche Bedeutung diese Industrie einst für die Region hatte.
Der zweite Teil der Exkursion konzentrierte sich auf die Spuren der Eiszeit und deren geologische Auswirkungen. In der Altstadt sowie später in Bad Faulenbach untersuchten wir verschiedene Gesteine, die durch Gletscherbewegungen in diese Region transportiert wurden. Dabei wurde deutlich, wie stark die Landschaft durch glaziale Prozesse geprägt ist und wie weitreichend die Auswirkungen der Eiszeit bis heute sind. Besonders interessant war ein Experiment zur Bestimmung des Carbonatgehalts. Mithilfe von verdünnter Salzsäure konnten wir feststellen, ob Calcit in den Gesteinen enthalten ist, da dieses bei Kontakt mit der Säure sichtbar reagiert.
Auf dem Weg nach Bad Faulenbach entdeckten wir zudem auffällig riechende Bäche, deren Geruch auf Schwefelverbindungen zurückzuführen ist. Auch dies stellte ein anschauliches Beispiel für natürliche geochemische Prozesse dar, die sich direkt vor Ort beobachten lassen. Darüber hinaus führten wir einfache Härtetests durch, um die Widerstandsfähigkeit verschiedener Gesteine zu bestimmen. Mit Hilfsmitteln wie einer Nagelfeile, dem Fingernagel oder einem Hammer konnten wir die Gesteine unterschiedlichen Härtegraden zuordnen und unser Wissen praktisch anwenden.
Ein besonderes Highlight bildete abschließend der Besuch des Lechfalls, bei dem wir uns intensiv mit dem Wasserstand, der Strömungsdynamik sowie den geologischen Gegebenheiten vor Ort beschäftigten.
Besuch des Schwangauer Tourismusdirektors
Am 30.01.25 besuchte der Schwangauer Kur- und Tourismusdirektor Herr Hoffrohne das Projektseminar „Das Ostallgäu als Tourismusregion“. Ziel des Besuchs war es, den Schülerinnen und Schülern in einem Vortrag Einblicke in die Tourismusbranche zu geben und sie für eigene Projekte zu inspirieren.
Während des Treffens berichtete Herr Hoffrohne über seine Aufgabenbereiche, die Entwicklung des Tourismus in Schwangau sowie die Herausforderungen und Chancen der Branche. Dabei wurde deutlich, dass Schwangau als eine der beliebtesten Destinationen Deutschlands große Potenziale bietet. Besonders interessant waren die Vergleiche zwischen Schwangau und anderen Gemeinden im Alpenraum, etwa hinsichtlich ihrer touristischen Ausrichtung und der finanziellen Möglichkeiten. Auch aktuelle Entwicklungen im Tourismus wie etwa Nachhaltigkeit wurden diskutiert. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass die touristische Infrastruktur aufgrund von Umweltauflagen nur eingeschränkt erweitert werden soll, aber Projekte wie eine Erneuerung des Spielplatzes im Kurpark geplant sind.
Ein herzlicher Dank gilt Herr Hoffrohne für seinen Vortrag und die wertvollen Anregungen für die eigenen Projekte des Seminars im Bereich Tourismus.
Zu Gast im Hotel Ameron
Am 12. Dezember 2024 besuchten die Schülerinnen und Schüler des Projektseminars „Das Ostallgäu als Tourismusregion“ gemeinsam mit ihrer Leiterin Frau Wind das Hotel Ameron in Hohenschwangau. Um Inspiration für ein eigenes Projekt zum Thema Tourismus zu erhalten und Einblicke in die verschiedenen Facetten der Tourismusbranche zu gewinnen, erkundete die Gruppe das nahegelegene Hotel, welches am Alpsee unterhalb der berühmten Königsschlösser liegt.
Bei einem Rundgang durfte das Seminar in unterschiedliche Bereiche des Hotels hineinschnuppern und -schmecken: von der Rezeption über das Event Management, die Hotelleitung, das Housekeeping und das Restaurant bis in die Küche. So konnten unterschiedliche Berufsbilder kennengelernt sowie der Hotelalltag aus verschiedenen Perspektiven erfahren werden.
Ein besonderer Dank gilt dem engagierten Personal des Hotels Ameron, das nicht nur eine umfassende und perfekt organisierte Führung bot, sondern auch ausführlich auf alle Fragen einging und eine angenehme sowie offene Atmosphäre schuf. Abgerundet wurde der Besuch durch ein kulinarisches Highlight in Form von fein zubereiteten Snacks, welche die Hotelküche extra für die Gruppe vorbereitet hatte, sowie durch liebevoll gestaltete kleine Geschenke, die den Teilnehmenden zum Abschied überreicht wurden.
Zu Besuch im Haus des Gastes in Pfronten
Am 21. November 2024 besuchte das P-Seminar „Das Ostallgäu als Tourismusregion“, bestehend aus acht Schülerinnen und Schülern sowie der Seminarleiterin Frau Wind, das Tourismusbüro in Pfronten. Nach der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln wurde die Gruppe herzlich im Haus des Gastes begrüßt. Dort war das Seminar mit dem Teamleiter Julian Knacker und mit Alfons Haf, dem Ersten Bürgermeister der Gemeinde Pfronten, verabredet. Vor Ort erhielten die Schülerinnen und Schüler bei einem ausführlichen und informativen Vortrag einen tiefen Einblick in das Tourismus-Konzept, die Marketing-Strategien sowie aktuelle und zukünftige Projekte der Gemeinde Pfronten. Anschließend beantworteten Herr Haf und Herr Knacker Fragen, welche das Seminar im Vorfeld erarbeitet hatte. Bei einem regen Austausch konnten neue Erkenntnisse gewonnen und Anregungen für ein eigenes Projekt des P-Seminars gesammelt werden. Als kleines Präsent überreichten die Schülerinnen und Schüler den Referenten abschließend Honig aus der schuleigenen Imkerei des Gymnasiums Hohenschwangau – vielen Dank für den herzlichen Empfang, die interessanten Erkenntnisse, das offene Gespräch und die Bereitschaft für eine Zusammenarbeit beim anstehenden Projekt des P-Seminars!
Eiszeitliche Formen im Heimatraum – Fünftklässler erkunden Drumlins am Hegratsrieder See
Theorie trifft Praxis - Geographieschüler sprechen mit Bürgermeister über Tourismus
Begabtenkurs 2015/16
Thema: Zukunft nachhaltig gestalten – Erneuerbare Energien












