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„Das größte Abenteuer unserer Schulzeit“

Ein Projekt-Seminar der besonderen Art führten 13 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Hohenschwangau durch, die mit ihren Lehrern auf dem Fahrrad in 6 Tagen die Alpen überquerten.

Transalp 2018„Es war zwar unglaublich anstrengend, aber ein unvergessliches Erlebnis“, fasst Emilia ihre Transalp zusammen. Mit dem Rad aus eigener Kraft über die Alpen zu radeln – das ist für viele Mountainbiker ein Traum, noch dazu überwiegend auf einsamen Singletrails in grandioser Landschaft. Genau dieses Ziel setzten sich die Hohenschwangauer Schüler zu Beginn der 11. Klasse vor einem Jahr im September. Nach intensiver Planung und gewissenhafter Vorbereitung sollte von Reutte/Tirol aus der Zielort Torbole am Gardasee in 6 Etappen mit bis zu 1850 Höhenmetern und 75 Kilometern pro Tag erreicht werden.

„Eine Transalp mit Schülern ist ein sehr anspruchsvolles Projekt, bei dem alle gut zusammenarbeiten müssen“, so Dr. Heiko Baumann, Sportlehrer und Leiter des Seminars. Trainingslehre, Karten-Lesen, Navigation mit dem GPS, Erste Hilfe, Teamwork, Verhalten am Berg und allem voran Kondition und Fahrtechnik auf dem Rad – all das mussten die Schüler erlernen und trainieren. „Wir haben die Fahrt von A bis Z komplett alleine geplant“, sagt Lasse nicht ohne Stolz. Je zwei Schüler waren für eine Tagesetappe von der Routenwahl über die Quartierreservierung bis zum Führen der Gruppe verantwortlich. „Wir konnten einige tolle Sponsoren gewinnen, die uns finanziell oder mit wichtiger Ausrüstung wie Rucksäcken, Ersatzteilen und Energieriegeln unterstützten“, berichtet Philipp.

Über ein halbes Jahr wurde ein umfangreiches Trainingsprogramm absolviert, das neben vielen Ausdauereinheiten auch Fahrtechnikschulungen auf Singletrails beinhaltete. Zur Generalprobe machte sich die Schülergruppe im Juli auf zu einer zweitägigen Rundtour um die Mieminger Kette. Die Sommerferien wurden als letzte Trainingsphase genutzt.

Ende September starteten die Schüler mit viel Motivation und Respekt vor den Anforderungen ihr Abenteuer. Von Reutte aus ging es nach Landeck, weiter über Ischgl auf die Heidelberger Hütte und schließlich hochalpin über Fimberpass und Uinaschlucht nach Mals. Bei bestem Wetter führte die Route dann über Meran 2000 nach Bozen und Mezzocorona. Am letzten Tag hieß es für die Schülergruppe nochmals alle Kräfte zu sammeln, um die finale Etappe nach Torbole zu meistern.

„Die letzten Kilometer waren total aufregend, wir wollten endlich ankommen“, beschreibt Niklas den Endspurt. Nach sechs kräftezehrenden Tagen war die Erleichterung deutlich spürbar, als das Ziel in Sicht kam. Am Schluss standen 7473 Höhenmeter und 354 Kilometer auf der Uhr, die aus eigener Kraft bewältigt wurden – außer zwei „Platten“ und zahlreichen abgefahrenen Bremsbelägen ohne Komplikationen. Als Abschluss der Tour durfte der Sprung in den kühlen Gardasee natürlich nicht fehlen, genauso wenig wie ein leckeres Eis.

StD Dr. Heiko Baumann