Hör mal, wer da singt und hämmert


Die ersten Stare sind zurück aus ihren Winterquartieren im Mittelmeerraum und beginnen nun mit ihrer alljährlichen Wohnungssuche. Leider werden die natürlichen Brutplätze des Stars in großen Waldbäumen immer weniger, weshalb es ihn immer häufiger in den menschlichen Siedlungsraum zieht. Dort nutzt er Nistkästen in Gärten und Parks sowie Hohlräume an Dächern und Fassaden als Wohnraum. Aufgrund von Bauvorhaben, Sanierungen oder Verkehrssicherungsmaßnahmen droht dem Star allerdings auch dort der Verlust des Lebensraumes.

Um den zurückkehrenden Zugvögeln genug neuen Wohnraum um das Gymnasium Hohenschwangau bieten zu können und dem Aussterben des Vogels des Jahres 2018 entgegen zu wirken, haben in den vergangenen Wochen die Mitglieder des MINT-Experimentierclubs unter der Anleitung der Biologielehrkräfte Stephan Oxynos, Stefanie Weirather und Michael Wörnzhofer Starennistkästen selbst gebaut. In mehreren Arbeitsschritten wurden die bereits vorgeschnittenen Holzplatten vorgebohrt, abgeschliffen, das 45 mm Durchmesser große Einflugsloch ausgeschnitten, eine Sitzgelegenheit in Form eines Stöckchens montiert sowie alle Seitenwände, Boden und Dach mittels Akkuschrauber und Schrauben zusammengebaut.

Zusammen mit dem Schulleiter Herrn Schauer konnten alle angefertigten Starenkästen im Baumbestand rund um den Pausenhof angebracht werden.

Jetzt heißt es Daumen drücken, dass alle Nistkästen besetzt werden, die Starenweibchen ihre Eier in die Nistkästen legen und bald schillernde Jung-Starengesänge über dem Schulgelände erklingen.

Steffi Weirather, 3/2018

Bilder von der Aktion:

  • starenkasten (1)
  • starenkasten (2)
  • starenkasten (3)
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